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Rockröhre bringt Stadthalle zum Beben


 

Freie Presse vom 27.04.2009

 

Rockröhre bringt Stadthalle zum Beben

Anständiges Handwerk: Ex-Smokie Chris Norman liefert in der Stadthalle Hits aus 30 Jahren Musikgeschichte

 

   

Chris Norman als Rocker: Dennoch war die Begeisterung der fans in der Stadthalle bei Smokie-Klassikern am größten.

   

FOTO: Andreas Truxa

   
Der Ex-Smokie Chris Norman hat am Samstagabend in der fast ausverkauften Stadthalle eine durch und durch anständige Portion Rockmusik abgeliefert. Dass es nur zur Hälfte die eigene war, störte die knapp 1700 Besucher dabei kaum.
Egal ob "My Sharona" von The Knack, "Love is a Battlefield" von Pat Benatar oder Brian Adams' "Summer of '69": Auf den Programmzettel kam alles, was in den letzten 30 Jahren ein Kratzen in der Stimme hatte. Lediglich bei Joe Cockers "With a little help" fehlte das typische Timbre und bei "Slegehammer" Peter Gabriels vokale Höhen, was diesem Monumentalwerk aber nichts an Kraft nahm. Durchgehend waren die Arrangements glänzend und Normans fünfköpfige Band absolut erstklassig: Gitarrist Geoff Carline traute sich sogar ein Pink-Floyd-Solo. Dennoch war die Begeisterung der Fans dann am größten, wenn Smokie-Klassiker gespielt wurden wie "Needles and Pins", "For a few Dollars more" oder "Oh Carol". Im Parkett standen ohnehin schon alle, aber dann gingen auch auf den Rängen die Hände nach oben: Die Generation Ü40 feierte durchaus ausgelassen. Wie das mit dem "Eeeooh..."-Rufen ins Publikum funktioniert, wußte auch Norman spätestens seit der "Invisible Touch"-Tour von Genesis. Nicht fehlen durfte auch das einstige Suzi-Quatro-Duett "Stumblin' In" und der Mitgröhler "Living next door to Alice" - ohne obszönitäten. Zwischen den Nummern plauderte ein gut gelaunter, agiler Chris Norman in Turnschuhen, Jeans und schwarzem Hemd munter drauflos: meist in Englisch, selten radebrechend deutsch. Letzteres endete in dem Bekenntnis: "Mein Deutsch ist Sch...".
Dass der 58-jährige Engländer vom steuerlichen Inselparadies Isle of Man seinen ehemaligen Hitschreiber Dieter Bohlen als "very nice man" bezeichnete, ist nach dessen Buchveröffentlichung durchaus keine Selbstverständlichkeit. Aber bei 900.000 verkauften Singles der Tatort-Schnulze "Midnight Lady" ist die Dankbarkeit wohl ungebrochen, und auch die Chemnitzer schmolzen planmäßig dahin. Am Ende standen über zwei Stunden Hits auf der Uhr, ohne nervende Pause und Pathos, dafür aber mitvollem Einsatz und krachender Lautstärke. Die Chemnitzer dankten es mit begeistertem Applaus und trotzten der Kultröhre drei Zugaben ab.

 

VON STEFAN FISCHER

 

STIMMEN

GERALD LEONHARD (47) war mit Frau KERSTIN (47) und einem befreundeten Ehepaar aus Lichtenau angereist: "Das ist unser erstes Chris-Norman-Konzert, aber ich fand die Musik immer schon toll", berichtet er. "Für mich ist das ein Stück unserer Jugend. Aber ich schätze, er ist gealtert, genau wie wir auch." Die Karten habe er von seiner Frau zum Geburtstag bekommen.

Wochen dauerte die Vorfreude bei CHRISTINE GÖHZOLD (61) aus Oederan. "Die neue CD mit den gesammelten Hits läuft bei uns jeden Tag zum Frühstück", erklärt sie. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner freute sie sich besonders auf Klassiker wie "Oh Carol" oder "Mexican Girl".

Jugendgefühle aus den 80ern überkommen ELKE WAGNER (46) bei Chris Normans Musik. "Aber es gibt auch schöne neue Titel von ihm", schwärmt die Chemnitzerin, die mit Ehemann vor Ort war. Für die beiden war es bereits das dritte Konzert: " Wir waren schon mal im kleinen Saal. Es war auch schön, ihn mal aus der Nähe zu sehen." 

Restlos begeistert war nach dem Konzert der Chemnitzer DETLEF SCHULZE (63): "Also da gab es wirklich nichts zu meckern. Egal, ob eigene oder nachgespielte Titel, das hat alles gepasst" resümiert er.    (HIF)

 

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